Zunft- und Handwerkermarkt
 

Der Klosterhof, eingerahmt von Prälatur, Klostermühle und Scheunenbau und beschattet von alten Bäumen, ist ein idealer Rahmen für das lebhafte Treiben eines historischen Marktes. Handwerker in historischen Kostümen oder handwerkstypischer Kleidung arbeiten in ihren mit alten Gerätschaften ausgestatteten Ständen und lassen sich bei der Arbeit zuschauen und erklären gerne ihre Tätigkeiten. Am Samstag um 11.00 Uhr wird der Markt mit einem historischen Spiel eröffnet.
 
 

Mehr als 80 verschiedene Handwerker werden ihr Können zeigen, so z.B. Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Ziegelhersteller, Steinmetz, Fliesenleger, Schreiner, Stukkateure, Weißbinder, Korbflechter, Stuhlgeflechte, Küfer, Bürstenbinder, Rechenmacher, Holzbildhauer, Töpferin, Seifensieder, Fackelmacher, Kerzenzieher, Bogenbauer, Edelsteinschleiferei, Odenwälder Gäulchesmacher, Blaudruckerin, Weißnäherei, Spinnerinnen, Goldschmied, Glasbläser, Drucker, Graveur, Stadtpoet, Blumenbinderei, Kräutergärtnerei, Gewürzhändler, Brauerzunft, Naturheilkräuter, Wollfärberin, und eine Schaukäserei. Kostbare Rauchwaren verarbeitet die Kürschnerin zu edlen Gewändern und in der Höfischen Näherei entstehen edle Bekleidungen und Kopfbedeckungen.

Viele der Handwerker haben ihren Sitz in Seligenstadt bzw. in der näheren Umgebung und freuen sich, ihre Handwerksfähigkeiten den Besuchern zu präsentieren. Aber auch Handwerker mit seltenen Tätigkeiten kommen aus ganz Deutschland zu dem Markt nach Seligenstadt.

 

Auch die Räume des Landschaftsmuseums dürfen für den Markt benutzt werden. Besuchen Sie die Handwerker und Künstler in den Mönchszellen sowie den Klosterräumen. Unter geschickten Händen entsteht Weißstickerei, Klöppel- und Occhi-Spitze. Die Perlenhäklerin zeigt, wie gekonnt, aber mühselig sich viele Seligenstädter Frauen früher ihr Zubrot verdienten.

 

Die Region Offenbach ist seit alters her bekannt für ihre Lederwaren. Ein „Babscher“ oder „Portefeuiller“ zeigt in seiner Werkstatt, wie Leder zugeschnitten, geschärft, „gebabscht“ und gesteppt wird und wie daraus z.B. Geld- und Tabaksbeutel entstehen.

 
 

Beim Lautenbauer und in der Werkstatt für Musikinstrumente kann man erfahren, welche Materialien für Laute, Streichpsalter, Dulcimer u. Bodhran gebraucht werden und man wird den Klängen dieser Instrumente lauschen. Ins Klosterleben zurück versetzt fühlt man sich beim Kalligraphen in einer Mönchszelle. Wie früher in den Klöstern üblich werden mit ruhiger Hand Initialen ausgemalt und kunstvolle Schriftstücke erstellt. Beim Kupferstecher entstehen die Abdrücke von Stadtansichten und beim Zeichner und Aquarellmaler bezaubernde Bilder. Der Buchbinder restauriert kostbare Folianten. In anderen Räumen erleben Sie die Herstellung von Glasperlen und Glasschmuck. Aus Stroh entstehen warme Schuhe und aus Birkenrinde praktische Dosen für Brot und vieles andere. Wie in früheren Zeiten wird gezeigt, wie Papier und Stoffe durch Marmorieren kunstvoll verziert werden. Die Hutmacherin formt aus Filz schöne Hüte.

 
 

<< zurück

weiter >>